Präsentation der Masterthesen: 27.+28. Januar

20. Januar 2012

Der Studiengang MA in Creative Direction lädt ein zur Vorstellung der neuesten Masterthesen, entstanden im Wintersemester 2011-12:
Am Freitag und Samstag, 27.+28. Januar 2012 präsentieren unsere Studierenden im Vorlesungssaal EG Medienturm ihre Abschlussarbeiten. Alle Vorträge (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind öffentlich.

Zeitplan Freitag, 27.01.12

09.30 – 10.00    Cécile Bernard: From ownership to usership: Why is the designer at the heart of fundamental transition from an owner’s to an user’s society? (‘Service Design and Product Development’.)

10.00 – 10.30    Jill Wentz: Ein Konzept zur Förderung der Kreativwirtschaft in Pforzheim

11.00 – 11.30    Franziska Recht: Bottom-Up-Produktion. Mit welchen Instrumenten Kunden, Designer und Unternehmen in Zukunft den Ton angeben können. (‘Kommunikation – der Ton macht die Musik’)

11.30 – 12.00    Holger Blockhaus: Die Auseinandersetzung eines Designers mit den Folgen einer Gesellschaft ohne Gender (‘Die Zukunft des Mannes – Zwischen Authentizität und Anpassung’)

13.00 – 13.30    Kasra Montazami: Die Kunst der Verführung

13.30 – 14.00    Suzana Popa: Society and Space – Whereto? (‘The Experience of Social Space in Brand Architecture’)

14.30 – 15.00    Maja Ocvirk: Schnittstelle Computer Mensch – heute und in Zukunft. NUI. Natural User Interface.

15.00 – 15.30    (nicht öffentlich! Jan-Peter Bauer: Konzeption einer Augmented Reality Anwendung für die Produktsparte VAN Transporter)

 

Zeitplan Samstag, 28.01.12

09.30 – 10.00    Christoph Schroeder: Chief Visioneering Officer. Der Einfluss von Designern auf den Innovations-Management-Prozess.

10.00 – 10.30    Ke Wang: Chinesische Marken – Zukunft. Harmonie zwischen Zukunft und Vergangenheit. Harmonie zwischen Nationalität und Internationalität

11.00 – 11.30    Mona Huber: Design konkretisiert den Existenzraum

11.30 – 12.00    Darya Sukharukova: Design of Fashion

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Im Folgenden: Einblicke in die Themen

Cécile Bernard: Service Design and Product Development. From ownership to usership: Why is the designer at the heart of fundamental transition from an owner’s to an user’s society? “Society is experiencing a significant transition regarding the modes of consumption; it is moving from the ownership of goods to the usership of services. Already, on an ever increasing scale, we are acting as users rather than as consumers.  As a logical consequence, in the future we will own even less; instead of owning an object, we will request access to a service. The designer is pivotal in this process and is at the core of these societal changes as he plays the role of mediator between engineers, users and businesses. He is aware of new and existing technologies and finds the way to implement them in our everyday life. He understands users and their everyday expectations, problems and preoccupations; and, he works on solutions that users are keen to accept. He works for businesses and helps them to remain competitive by designing innovative processes, logical solutions and business models. Design is becoming the profession of service, convenience and behavior creation.” 
Freitag, 09.30 – 10.00

Jill Wentz: Ein Konzept zur Förderung der Kreativwirtschaft in Pforzheim. “Der Begriff „Kreativwirtschaft“ hat sich zu einer populären Vokabel entwickelt. Kreativschaffende mit ihrer Bandbreite an visionären Ideen dienen als Markenzeichen für diese junge Kreativbranche.  In Pforzheim schlummert ein noch nicht ausreichend ausgeschöpftes Potenzial für die Kreativwirtschaft, das es zu wecken gilt.
Die Stadt versucht im Moment, tatkräftig ihre Zukunft zu gestalten, indem sie ihrer Geschichte treu bleibt und sich von der traditionellen „Goldstadt“ zum modernen Kreativstandort entwickelt. Ziel meiner Masterthesis ist es, durch die zielgerichtete Förderung der Kreativwirtschaft in Pforzheim einen sehr attraktiven Designstandort für Nachwuchsdesigner entstehen zu lassen. Design soll zum Herzstück Pforzheims werden und Gestalter „magisch“ anziehen. Die Herausforderung liegt darin, ein Konzept von Kreativen für Kreative zu entwickeln. Denn die bisherigen Ideen zur Förderungen des kreativen Wirtschaftsbereichs entspringen meist aus der Wirtschaft.
Meine Analyse mit Hilfe von Experteninterviews verdeutlicht, dass die Stadt das Potenzial dazu besitzt. Brücken bauen, Denkschranken beseitigen und Blickwinkel erweitern, lauten die Stichworte! Die wachsende Bedeutung der Branche zeigt, dass dies für die Zukunft unerlässlich bleibt. Mit meinen 11 Impulsen zur Förderung der Kreativszene möchte ich, abseits von eingefahrenen Wegen, facettenreiche und überraschende Denkanstöße, Empfehlungen geben, welche anregen und Pforzheim den Weg in Richtung attraktiven Designstandort ebnen.”
Freitag, 10.00 – 10.30

Franziska Recht: Kommunikation – der Ton macht die Musik. Bottom-Up-Produktion. Mit welchen Instrumenten Kunden, Designer und Unternehmen in Zukunft den Ton angeben können.
“Um erfolgreich kommunizieren zu können, ist es entscheidend, wie man kommuniziert. Die einheitliche und anonyme industrielle Massenfertigung der aktuellen Marktwirtschaft erweckt den Eindruck, als kommuniziere sie nur einseitig und künstlich. Das entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und Wertevorstellungen der Kunden. Die Menschen vertrauen den Wunderversprechungen der Werbung für Massenprodukte nicht mehr; sie erwarten mehr Transparenz und Authentizität seitens der Unternehmen und fordern vor allem zunehmend ein Mitspracherecht bei der Gestaltung individueller Produkte. Das Internet bietet einen Platz für Nischenprodukte und stellt jedem Individuum eine Bühne zur Verfügung, auf der man den eigenen Interessen nachgehen und Ideen selbst verwirklichen kann. über Open-Source- und Crowdfunding-Plattformen können sich die ‚Maker’ das dazu nötige Wissen und Kapital aus einer anonymen Menschenmasse bündeln und unabhängig von den Unternehmen Projekte auf die Beine stellen. Die Maker streben in erster Linie nach Spass, Leidenschaft, Experimentierlust und Reputation und handeln nicht nach den Grundsätzen der großen Unternehmen, die ihre Verkaufszahlen steigern und ihre Gewinne maximieren wollen. Über die revolutionäre Technologie der 3D-Drucker und der Fabber, die bald in jedem vierten Haushalt zu finden sein werden, können die Menschen selbstständig Konsumgüter produzieren. Der Konsument emanzipiert sich im Wirtschaftssystem, handelt, übernimmt Verantwortung und übt Einfluss auf die Produktentwicklung und -gestaltung aus. Diese Bottom-Up-Produktion wird in Zukunft die Kommunikation zwischen Kunden, Produkt, Designer und Unternehmen stark verändern. Um weiterhin Erfolg zu haben, müssen alle miteinander vernetzt sein und direkt kommunizieren können, wodurch neue Aufgabenbereiche sowohl für Unternehmen als auch für den Industrie- und Strategie-Designer entstehen werden.”
– Freitag, 11.00 – 11.30

Holger Blockhaus: Die Zukunft des Mannes – Zwischen Authentizität und Anpassung.
Die Auseinandersetzung eines Designers mit den Folgen einer Gesellschaft ohne Gender.
“Das Männerbild unserer Gesellschaft ist derzeit in einem enormen Wandel begriffen. Diese Arbeit setzt sich unter dem Titel ‚Die Zukunft des Mannes – Zwischen Authentizität und Anpassung’ mit der Frage eines neuen Rollenbildes und der zukünftigen Position des Mannes in der sich verändernden Gesellschaft auseinander. Aber reicht es, den Männern wie im Theater eine weitere, lediglich eine überarbeitete Rolle zu schreiben, welche den neuen Anforderungen gerecht wird? Aus dieser Frage entwickelt sich die Hypothese, dass viele der tief sitzenden Probleme unserer Gesellschaft, ob politisch, wirtschaftlich, psycho- oder soziologisch, durch ein genderfreies Gesellschaftskonstrukt gelöst werden könnten oder gar nicht erst entständen. Diesem Gedanken soll zunächst durch die Darstellung der aktuellen Situation der Gesellschaft hinsichtlich der Entstehung und des Umgangs mit Gender, also der gesellschaftlich vorgegebenen Normen und Geschlechtsidentitäten, sowie der Funktionsweise des Menschen im Hinblick auf seine Sexualität, seine Bedürfnisse und seine Emotionen nachgegangen werden. In der anschließenden Konstruktion einer genderfreien Gesellschaft werden diese Aspekte unter Ausschluss von Gender beleuchtet und überdacht. Aus den daraus folgenden Erkenntnissen werden Szenarien entwickelt, die eine Zukunft darstellen, in der die Basis zur Entwicklung der Identität eines Individuums nicht Gender ist, sondern ein anderes identitätsbildendes Element an dessen Stelle tritt.” – Freitag, 11.30 – 12.00

Kasra Montazami: Die Kunst der Verführung.
“Das Ziel dieser Arbeit ist es, nach Methoden zu suchen, mit welcher die Außendarstellung von Unternehmen in ihrer Effizienz gesteigert werden kann. Erster Schritt ist, die Natur der romantisch-sexuellen Verführung auf innere Gesetzmäßigkeiten zu untersuchen. Anschließend wird überprüft, inwieweit Organisationen in ihrer grundlegenden Funktionsweise in der Lage sind, hierzu Parallelen zu bilden und die Beziehung zwischen Mensch und Unternehmen zu intensivieren. Das Ergebnis dieser Forschung mündet in einem neuen Verständnis der Tätigkeit des Designers, welches nicht nur aus der Auseinandersetzung mit Form und Funktion besteht, sondern als Verbindungsstück zwischen dem stets emotionalem Menschen und den auf eine quantifizerbare Rationalität angewiesenen Unternehmen. Um dieser Aufgabenstellung gerecht zu werden, folgt die Arbeit einem interdisziplinären Ansatz. Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaften werden einem Vergleich unterzogen und, wo möglich, zusammengeführt.”
– Freitag, 13.00 – 13.30

Suzana Popa: The Experience of Social Space in Brand Architecture.
Society and Space – Whereto?

“The accelerated progress mankind has experienced over the last century gave birth to the contemporary Era of Consumption. The act of purchase represents the only modality people are left with, in order to gain identity and affiliation to a Brand Community. But the variety of brands will be so overwhelming, that companies will be forced to use new corporate design elements in order to convince. Soon, simply two dimensions will become insufficient for such communication processes, so the third one of space will be brought into discussion. Therefore, companies will develop Corporate Spatial Codes and implement them within their Corporate Architecture, for conveying corporate values in a convincing form.
This direction will gain in importance in the future, leading to an increased complexity within Brand Communities. Such an intricacy will require an afferent spatial location, and the answer to this necessity will articulate the future Brand Colony as home for the afferent community. Therefore, the role of the Designer as developer of such spatial Brand Colonies appears as a necessity that will increase in importance, due to its position as fundamental interface between Community and  Company.”
– Freitag, 13.30 – 14.00

Maja Ocvirk: Schnittstelle Computer Mensch – heute und in Zukunft.
NUI – Natural User Interface
“Der anstehende Paradigmenwechsel von dem bereits in den 70er Jahren entwickelten „Graphical User Interface“ (GUI) hin zu einem neuen, an die Komplexität der heutigen Informationstechnologie angepassten Interface ist in aller Munde. Die Antwort auf diese  neuen Anforderungen wird in der Besinnung auf die „natürlichen Fähigkeiten“ bzw. in dem sogenannten „Natural User Interface“ (NUI) gesehen. Was genau aber „Natural User Interface“ bedeutet und welche Funktionalität sich dahinter verbirgt, ist bislang jedoch nur unzureichend exploriert worden.
Zielsetzung für diese Masterthesis ist entsprechend die Erstellung einer verbindlichen Definition des Begriffes „Natural User Interface“ sowie die Erarbeitung eines übergeordneten Technologie-Konzeptes, das die internen und praktischen Anforderungen festlegt. Das Ergebnis ist ein Konzept für ein multimediales und multisinnliches Interface, das für den Nutzer kein neues Lernen erfordert, sondern seine Wünsche voraussieht und situativ bedingte, konkrete Handlungsmöglichkeiten anbietet.”
– Freitag, 15.00 – 15.30

Christoph Roman Schroeder: CVO – Chief Visioneering Officer. Der Einfluss von Designern auf den Innovations-Management-Prozess (‘Die Bedeutung von Designern im Innovations-Management-Prozess’). “Die Masterthesis Chief Visioneering Officer beschäftigt sich mit der Bedeutung von Innovationen für ökonomische Prozesse und reflektiert die Einflussmöglichkeiten von Designern in diesem Zusammenhang. Dabei wird insbesondere das Berufsbild des Designers in seiner derzeitigen Form hinterfragt und eine Prognose für zukünftige Entwicklungen erstellt. Darauf basierend entwirft diese Thesis eine grundlegend neue Management-Position für innovationsorientierte Unternehmen – den Chief Visioneering Officer (CVO). Dargestellt werden sowohl die neuen Anforderungen, denen sich Innovationsmanager stellen müssen, als auch die Fähigkeiten, die aus dem kreativen Werdegang eines CVOs resultieren und die es ihm ermöglichen, diesen Anforderungen gerecht zu werden.  Der CVO  stellt eine Synthese aus  kreativ-konzeptioneller Arbeitsweise und hoher administrativer Verantwortung dar und zeigt eine neue Perspektive für die Berufsbilder des Designers und des Managers auf.”
– Samstag, 09.30 – 10.00

Ke Wang: Chinesische Marken – Zukunft. Harmonie zwischen Zukunft und Vergangenheit. Harmonie zwischen Nationalität und Internationalität.
“Trotz des großen finanziellen Gewinns haben Marken “Made in China” noch wenig internationales Renommee. Einerseits braucht die Welt Produkte mit dem Schild „Made in China“, aber andererseits bevorzugt man eigentlich „Non Made in China“. Als ein Land mit fünf Tausend Jahren Geschichte und charakteristischer kultureller Tradition hat China viele Besonderheiten, die in der modernen Gesellschaft Wirkung zeigen und auf das heutige Konsumverhalten der Menschen großen Einfluss ausüben. Was sind die kulturellen Besonderheiten Chinas und welche Unterschiede zwischen westlicher und chinesischer Kultur fallen auf? Wie haben kulturelle Besonderheiten das chinesische Konsumverhalten beeinflusst? Wie sieht die Zukunft für chinesische Marken aus?”
– Samstag, 10.00 – 10.30

Mona Huber:
Design konkretisiert den Existenzraum
“Wenn es um die Stadtentwicklung und offene Fragen zur Raumstruktur von Orten geht, wird Design immer noch gerne auf formale Gestaltung öffentlicher Räume oder gar auf Fragestellung der Stadtmöblierung reduziert. Es ist von hoher Wichtigkeit, dass in Zukunft Designerinnen und Designer nicht nur für Fragen der Formgebung zuständig sind, sondern auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren, Strukturen und Prozesse anders als bisher gestalten und den Begriff Raum neu definieren.
Können konkretisierte Gestaltungskonzepte als integrativer Bestandteil von Raum- und Stadtentwicklung angemessene Antworten auf die veränderten Bedürfnisse einer mobilen und global vernetzten Gesellschaft geben und geht das Abenteuer Stadtraum und Stadtentwicklung unter dem Einfluss von Designern  erfolgreich aus? Das Raumlabor Nr.1  formuliert bestehende Ansätze und forscht nach einem geeigneten Weg, um das Design frühzeitig in Entscheidungsprozesse der Stadt- und Raumstruktur einzubinden, statt wie bisher erst in letzter Minute als Formgeber eingesetzt zu werden.”
– Samstag, 11.00 – 11.30


Kommentare (3)

  1. Super, endlich ein interessanter Eintrag, vielen Dank. Muss man sich nochmal in Ruhe durchlesen. Generell finde ich den Blog gut zu lesen.

  2. Um auch mit dabei zu sein habe ich mir gestern mal eine RSS Feed Verwaltung installiert. Wie finde ich hier den die Feed URL ?

    • Hallo, oben rechts auf der Seite ist das RSS-Symbol, neben den anderen Social Media Sachen, dort kann man den RSS-Feed abonnieren.

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